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Der ukrainische Kulturminister Oleksandr Tkachenko wird heute vom “Kyiv Independent” mit den Worten zitiert. “Victory in the war for borscht is ours.” Russland und die Ukraine führen ihre Auseinandersetzungen nämlich nicht nur mit Panzer und Kanonen, sondern auch am Kochtopf.

Hintergrund ist der ukrainische Antrag, das Kochen des landestypische Borschtschs von der Unesco auf die Liste des bedrohten Weltkulturerbes zu setzen. Damit sollen die russischen Besitzansprüche auf das kulinarische Brauchtum durchkreuzt werden. In einem Dringlichkeitsverfahren hatte die UNESCO daher außerordentlich über den Antrag der Ukrainer zu entscheiden. Der Antrag war offenbar zulässig, insbesondere statthaft und in der Sache auch erfolgreich. Die Suppe, die traditionell mit Roter Bete und Weißkohl zubereitet wird, wird damit in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Ukrainischer Borschtsch besteht laut Wikipedia aus unvergorener Rote Bete , Zwiebeln , Weißkohl , Karotten , Kartoffeln und Rindfleisch . Traditionellerweise sagt man, in Borschtsch soll so viel Gemüse enthalten sein, dass ein Holzlöffel im Suppentopf stehen bleibt..