Streng nach Drehbuch

Es kommt, wie es kommen muß. Russland erkennt die “Volksrepubliken” im ukrainischen Donbas als souveräne Staaten an. Es kommt dem sicher “notgedrungen” nach, nachdem der Konflikt dort in den letzten Tagen “eskaliert” ist. Wahrscheinlich werden sich jetzt russische Truppen auf den Weg machen und ihre Kollegen, die dort schon mehr oder weniger offiziell kämpfeb, unterstützen. Es ist das selbe Szenario, das sich schon in Georgien abgespielt hat.

Die Feuerwehr löscht jetzt den Brand, den sie selbst gelegt hat. Und keiner kann sagen, dass das unerwartet kommt.

Jetzt wird es noch darum gehen, in welchen Grenzen Russland den Donbas anerkennt, wahrscheinlich wird es auch die ukrainische Stadt Mariupol treffen, die von Russland “befreit” wird.

Die Rede Putins am heutigen Abend kann auch niemand überrascht haben. Denn Putin hat seine Sicht der Dinge über die Ukraine schon im letzten Sommer online gestellt. Die Zeitschrift Osteuropa hat es sogar übersetzt. Offenbar hat es in Berlin niemand gelesen.

Insbesondere die deutsche Russlandspolitik steht vor einem Desaster. Es ist eine Blamage für Olaf Scholz und die ganze SPD. Das gebetsmühlenartig wiederholte Mantra nach Wandel durch Dialog ist ad absurdum geführt worden. Appeasement war und ist der falsche Weg im Umgang mit dem Kreml. Putin hatte nie vor zu verhandeln, sondern hat seinen Plan eiskalt durchgezogen. Und eines ist auch klar: Es ging nie um einen NATO Beitritt der Ukraine.

Den Ukrainern wird man jetzt erzählen, dass es am Ende ja doch nicht so schlimm gekommen ist, wie befürchtet. Die Gebiete waren ja eh schon “verloren”.

Wenn der Westen sich nicht vollends lächerlich machen will, dann müssen jetzt ernste Sanktionen verhängt werden. Allen voran das Aus für Nordsteam2. Denn mit solchen Leuten wie im Kreml, kann man in Europa keine Geschäfte machen, wenn man unsere “Werte” noch halbwegs Ernst nimmt.

Und Belarus? Das hat sich der Kreml auch so ganz nebenbei einverleibt. Drehbuch für Teil 2 folgt.

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