Europaweiter Tag der Solidarität

Im Angesicht eines eskalierenden Konflikts und möglicherweise bevorstehenden Krieges fand am Samstag europaweit in zahlreichen Innenstädten ein “Tag der Solidarität mit der Ukraine” statt. In Deutschland gab es unter anderem in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Mainz, Heidelberg, München, Leipzig und Chemnitz Kundgebungen, auch in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und in Österreich wurde für eine freie und europäische Ukraine demonstriert.

Im Rhein-Main-Gebiet fanden in Frankfurt am Main und in Mainz fast zeitgleich zwei Kundgebungen statt, in Mainz hatte es schon wenige Tage zuvor eine Mahnwache für den Frieden gegeben. Dem Aufruf der CDU-Mainz waren alle großen Parteien gefolgt.

Staatssekretär Dr. Becker fordert mehr Unterstützung für die Ukraine

In Frankfurt sprach der Staatssekretär für Europafragen, Dr. Becker, von einer Bedrohung durch den russischen Aggressor. Er wünsche sich, so der Staatssekretär, dass die Belange der Ukrainer auch in Berlin mehr Gehör fänden. “5000 Helme reichen nicht, wenn eine Hungersnot ausbricht, liefern wir ja auch keine Teller”.

Er sprach sich auch für Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Die Veranstaltung fand vor der Paulskirche statt, der “Wiege der deutschen Demokratie”. Etwa 100 Menschen kamen in Frankfurt zusammen, unterstützt auch von einigen Georgiern.

Solidaritätskundgebung in Mainz

In Mainz demonstrierten am Gutenbergplatz vor dem Staatstheater am späten Samstag Nachmittag erneut über 150 Menschen für eine friedliche Lösung des Konflikts. Neben Vertretern des ukrainischen Vereins in Mainz, die auf die stattlichen Entwicklungen des Landes in den vergangenen 30 Jahren hinwiesen und anmerkten, dass das Durchschnittseinkommen in der Ukraine höher als in Russland sei, sprach auch der ukrainische Honorarkonsul. Er schäme sich für Deutschlands Außenpolitik gegenüber der Ukraine, auch er forderte eine aktivere Unterstützung der ehemaligen Sowjetrepublik, auch mit Waffen zur Selbstverteidigung.

Ungewohnt deutlich wurde auch der Vertreter der örtlichen SPD. Auch ins einer Partei müsse man manchen sagen, dass Schluss sein muss mit Nordstream II.

Den ganzen Tag über kam es entlang der Kontaktlinie zu Schusswechseln. Die OSZE zählte mehr als 1.500 Verstöße gegen die Waffenruhe. In den „Volksrepubliken“ im Osten der Ukraine wurde die „Generalmobilmachung“ angeordnet, in Russland sollen auch Reservisten eingezogen werden.

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