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Auch in der Ukraine steigen die Corona-Infektionen exponentiell an. Die Krankenhäuser kommen an ihr Limit. Wie der Gesundheitsminister der Ukraine, Maxym Stepanow. am Samstag laut Ukrinform mitteilte, war mit 12.254 Neuinfektionen binnen eines Tages wieder ein neuer Rekord zu verzeichnen. Die meisten Fälle waren in der Stadt Kyjiw (1053), in den Oblasten Saporoischschja (805), Odesa (758), Charkiw (749) und Kyjiw (698) zu verzeichnen.

Um der Ausbreitung des Virus entgegen zu wirken, hat die ukrainische Regierung einen landesweiten „Wochenend-Lockdown“ beschlossen, der am 14. November 2020 um 00:00 erstmals in Kraft trat und erstmal bis Anfang Dezember gelten soll. Einen mehrmonatigen landesweiten Lockdown wie im Frühjahr 2020 würde das Land und seine Wirtschaft nicht verkraften, hieß es aus dem Wirtschaftsministerium.

Gleichwohl ist die Entscheidung umstritten und aus Lviv (Lemberg) regt sich Protest. Ein Rechtstreit ist schon angekündigt, der Bürgermeister der Stadt, Andriy Sadovy, ließ sich zudem noch etwas besonderes einfallen: Er erklärte Samstag und Sonntag zu Werktagen, um so dem Wochenend-Lockdown zu entgehen. Der Widerspruch aus Kyiv ließ nicht lange auf sich warten: Der Bürgermeister von Lviv habe für einen solchen Beschluss gar keine Befugnis, hieß es prompt aus der Hauptstadt.

Das Stadtoberhaupt von Lviv sieht das naturgemäß anders: Bürger, die Schwierigkeiten bekämen, sollten einfach den Beschluss der Stadt vorzeigen und eine Hotline anrufen, die Anwälte der Stadt würden sich dann darum kümmern, zitiert ihn die Kyiv Post.

“If tomorrow someone tries to interfere with your work, show this decision and contact the hotline by calling 1580. Our lawyers will help protect your rights”

Andriy Sadovy, Bürgermeister von Lviv

Man muß allerdings auch wissen, dass die Stadt und die Region Lviv derzeit einen der höchsten Inzidenzwerte des Landes haben.

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