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Die Reaktion des Westens, insbesondere der EU gegenüber Chinas Hongkong-Politik ist ein Armutszeugnis. Der „Tod der Freiheit “ ist ein düsteres Vorzeichen für die westlichen Demokratien, kommentiert Richard Herzinger auf seinem Blog „hold these truth“.

Die hierzulande rituell wiederholte Beteuerung, man dürfe sich unter keinen Umständen auf einen „neuen Kalten Krieg“ einlassen, erweist sich angesichts dieser Tatsachen als Chiffre für eine hartnäckige Realitätsflucht. Sie täuscht über die Erkenntnis hinweg, dass der „multilaterale“ Ansatz, der keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen demokratischen und autoritären Mächten macht, gescheitert ist. Ersetzt werden müsste er durch einen erneuerten Multikulturalismus der Demokratien, die in der Konfrontation mit den verstärkt auftrumpfenden autoritären Mächten fester zusammenzurücken gezwungen sind, wollen sie in ihr bestehen.



Die chinesische Journalistin Franka Lu schreibt in der ZEIT einen Nachruf auf das alte Hongkong und seine Einwohner:

Sie haben eine unter den Bedingungen einer einstigen britischen Kronkolonie und seit 1997 autonomen Sonderverwaltungsregion Chinas bestmögliche Gesellschaften geschaffen, die nun zertrümmert wird. Das Schicksal Hongkongs ist ein mahnendes Beispiel: Es könnte auch das Schicksal all jener Demokratien sein, die nicht rechtzeitig alle Kräfte mobilisieren und eine Verteidigungslinie gegen das rasche Vordringen der Macht der Volksrepublik China errichten.

HongkongEs war einmal eine freie Stadt

Hong Kong /18 from Christian Wolf on Vimeo .

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