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Ein Grund, warum ich Niklas Luhmann als Soziologen und Systemtheoretiker so gerne lese, ist seine klare und präzise Sprache..

Und wenn einer wie Luhmann als Soziologe über Gefühle spricht, dann wird einem gleich ganz blümerant.

Ein Klassiker:

„Nach allem, was wir soziologisch über die soziale Genese persönlicher Individualität wissen und vermuten, kann man nicht davon ausgehen, daß der Bedarf für persönliche Individualität und die Möglichkeit, sich selbst und andere als einzigartig zu stilisieren, durch anthropologisch Konstanten erklärt werden können; vielmehr korrespondieren dieser Bedarf und seine Möglichkeit, in kommunikativen Beziehungen Ausdruck und Anerkennung zu finden, mit sozialstrukturellen Bedingungen, vor allem mit der Komplexität und Differenzierungstypik des Gesellschaftssystems.“

Niklas Luhmann; Liebe als Passion, Zur Codierung von Intimität, Frankfurt, 1982

Und sonst?
„Liebe ist ein symbolisch generalisiertes Kommunikationsmedium“.

Luhmann ist übrigens auch einer derjenigen Wissenschaftler, die auch 30 Jahre nach ihrem Tod noch 1000 Seiten starke Bücher publizieren können, mit denen der Suhrkamp-Verlag sein Auskommen finden kann.

Luhmanns Klassiker „Liebe als Passion. Zur Codierung von Intimität“ kann man sich auch im Fernsehen anschauen.

Siehe auch „Ist die Liebe etwa ein Gefühl?“ in der FAZ

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