„Putin wird als Kriegsverbrecher in die Geschichte eingehen“

Mehr als tausend Menschen haben am Nachmittag in der österreichischen Hauptstadt Wien auf dem „Platz der Menschenrechte“ ein sofortiges Ende des Krieges in der Ukraine gefordert. Zu der Kundgebung hatte die Organisation „Vienna goes Europe“ aufgerufen. Die Veranstaltung begann zunächst mit einer Schweigeminute für die Toten des Krieges.

Die Redner erinnerten daran, dass die russische Aggression gegen die Ukraine und die Ukrainer bereits seit 2014 andauere und im jetzigen Angriff ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden habe. Der Westen habe Putin viel zu lange zu geschaut. Sie forderten neben den bereits bestehenden Sanktionen auch einen Boykott von russischem Erdöl und Erdgas.

Die frühere Moskau-Korrespondentin des ORF Susanne Scholl sagte, Putin wolle als Gründer eines neuen großen russischen Reiches in die Geschichte eingehen, stattdessen wird er als Kriegsverbrecher in die Geschichte eingehen. Sie erinnerte auch an die zunehmende Repression in Russland gegen die Zivilbevölkerung, Auflösung der Menschenrechtsorganisation „Memorial“ sowie die Schließung des Radiosenders „Echo Moskwy“ und des Fernsehsenders „Doschd“.

Die in Wien lebende Kulturproduzentin Oleksandra Sajenko berichtete über ihre persönliche Situation seit Kriegsbeginn: „Am Tag nach Kriegsbeginn ist mein Gatte in unsere Heimatstadt Charkiw zurückgekehrt, um sie gemeinsam mit seinen Freunden zu verteidigen“. Die Erwartung Putins, die Ukraine in zwei bis drei Tagen einzunehmen, habe sich nicht erfüllt, jeder ukrainische Bürger sei zum Kämpfer geworden.

Die Veranstalter riefen zu Geschlossenheit auf und baten um Spenden für Notleidende in der Ukraine.

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