Fünftausend Helme für Kyiv

Die Bundesregierung hat ihr Potential, das Ansehen Deutschlands in der Welt zu ramponieren, noch nicht ausgeschöpft. Zur Abwehr einer russischen Invasion liefert man jetzt 5.000 Helme in die Ukraine.

Berlin. Die Bundesregierung hat noch einmal betont, dass man sich international noch nicht genug blamiert und das Maximum an Peinlichkeit, mit dem man das internationale Ansehen Deutschlands noch weiter ramponieren könne, noch nicht erreicht habe.

In diesem Zusammenhang kündigte die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) auf einer rasch einberufenen Pressekonferenz an, dass man die letzten noch funktionstüchtigen Helme, die man in Bundeswehrbeständen habe auftreiben können, nunmehr nach Kyiv liefern werde, dies aber mit der Auflage verbinde, diese nur zur Eigensicherung zu verwenden und nicht als gefährliches Wurfwerkzeug gegen den Feind benutzen dürfe.

Lambrecht: “Nach dem Schiffbruch unseres Vize-Admirals Schönbach und unserem Veto , 40 Jahre alte DDR-Haubitzen, die sich in Beständen der Armee von Estland befinden, in die Ukraine liefern zu lassen, setzen wir jetzt mit unseren letzten 5.000 Helmen ein deutliches Zeichen, den Frieden in Osteuropa zu sichern und ein verlässlicher Partner im westlichen Verteidigungsbündnis zu sein.”

Lambrecht verband die Lieferung, die in den nächsten Wochen per DHL verschickt werden soll, mit der Aufforderung an die Ukraine, ihre Dankbarkeit zu zeigen und die unsäglichen Forderungen nach Waffen zur Selbstverteidigung nun einzustellen. Parallel dazu, hat Deutschland auch in Osteuropa eine neue Image-Kampagne gestartet:

Die Entscheidung fiel nach nächtelangem Ringen im Koalitionsausschuss aus SPD, FDP und Grünen am frühen Morgen. Aus Teilnehmerkreisen hieß es, man schließe nicht aus, den einen oder anderen Helm noch draufzulegen, sollte man noch welche finden.

Aus Kyiv war bislang kein Kommentar zu hören, aus dem Außenministerium hieß es, der Präsident ringe noch um Fassung. Moskau hingegen warnte vor einer Eskalation des Konfliktes, die Lieferung der Schutzhelme sei eine ernste Sache.

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