Frankfurt bleibt stabil: Gegendemo gegen pro-russische Kundgebung

Während sich eine Melange aus Querdenkern und Putin-Fans am Frankfurter Opernplatz zu seiner Kundgebung zusammenfand, um die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und die Einstellung von Waffenlieferungen an die Ukraine zu fordern, versammelten sich am Goetheplatz mehrere hundert Gegendemonstranten, um für die weitere Unterstützung der Ukraine zu werben und auf die Gefahren russischer Propaganda aufmerksam zu machen. Eine Rednerin fragte mit Blick auf die immer wiederkehrenden Forderungen nach Verhandlungen mit Putin “Seit wann verhandelt man mit Schwerverbrechern?”

Uwe Becker (CDU), Staatssekretär für Europaangelegenheiten der Hessischen Landesregierung bekräftigte die Unterstützung und bekundete, die Landesregierung stehe fest an der Seite der Ukrainer. Wenn Russland sich zurückzieht und seine Waffen niederlegt, haben wir Frieden. Wenn die Ukraine ihre Waffen niederlegt, ist die Ukraine zerstört”.

Der Generalkonsul der Ukraine in Frankfurt, Vadim Kostiuk wiederholte die Bitte, endlich schwere Waffen zu liefern. Er hoffe, dass die “Zeitenwende keine Zeitverschwendung werde”. Weitere Sanktionen müßten auf den Prüftstand. Auf Applaus stießen die Maßnahmen verschiedener EU-Staaten, wie den baltischen Staaten, Polens, Tschechiens, der Slowakei und der Niederlande und Belgien, die russischen Touristen keine Visa mehr ausstellten.

Der Bundestagsabgeordnete der FDP, Thorsten Lieb, überbrachte die Grüße der FDP-Bundestagsfraktion und sagte, die FDP habe für ihre Wahlkampagnen immer Pullover mit dem Aufdruck “Freiheitskämpfer”, aber die wahren Freiheitskämpfer in diesen Tagen, seien die Ukrainer und ihre Soldaten.

Nach Beendigung der Kundgebung zogen etwa 350 Teilnehmer friedlich Richtung Opernplatz, um dort gegen die stattfindende Querdenkversammlung zu demonstrieren. Diese bekamen unter anderem die ukrainische Nationalhymne und das Volkslied “Oj, u lusi tscherwona kalyna” zu hören.

Am Opernplatz hatten sich statt der erwartete 1.500 Menschen laut Polizei gerade einmal 200 Menschen versammelt.

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