“Die Ukraine muss gewinnen”

Unter dem Motto “Die Ukraine muss gewinnen” hat der Ukrainische Verein Mainz zu einem Demonstrationszug mit anschließender Kundgebung aufgerufen und mehr als 500 Menschen sind am Sonntag Nachmittag, trotz sengender Hitze, dem Aufruf gefolgt. Mit Transparenten und zahllosen gelb-blauen Fahnen zogen sie nach einer kleinen Auftaktkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz durch die Mainzer Innenstadt und am Rhein entlang bis zum Dom. Dort gab es eine emotionale Abschlusskundgebung.

Anschließend gab die bekannte ukrainische Musikerin Lesya Horova auf den Marktplatz zusammen mit ihren Töchtern Lidia und Zoryana Opanasenko ein kleines Konzert mit ihren Liedern. Zur Abschlusskundgebung kamen auch Sven Hieronymus, der Gründer des Vereins “Nicht reden – Machen” aus Bodenheim und die Vorsitzende des Ukraine-Bündnisses Mainz, in der sich Mainzer Hilfsorganisationen nach dem Kriegsbeginn spontan zusammengeschlossen haben.

Hieronymus schildert, wie es zur Gründung des Vereins kam, der mittlerweile über 700 Euro-Paletten an Hilfsgüter in die Ukraine geschickt hat. Als er wenige Tage nach Kriegsbeginn Medikamente an die polnische Grenze und auf dem Rückweg eine ukrainische Familie nach Mainz brachte, wurde ihm klar, “man muss mehr machen”.

Neben den zahlreichen Hilfsgütern hat der Verein mittlerweile über 150 Personen in Mainz untergebracht. An die ukrainischen Teilnehmer gewandte sagte er,

“Ihr seid ein Teil von uns, von Europa und ihr kämpft für unsere Freiheit. Wir lassen Euch nicht im Stich”.

Sven Hieronymus, Gründer des Vereins “Nicht reden – machen!”

Das wurde mit großem Applaus und “Dankeschön”-Rufen erwidert. Die Vorsitzende des Ukrainischen Vereins, Viktoriya Jost, zeigt sich auf der Kundgebung siegesgewiss. Die Ukraine werde gewinnen, die Zeit sei gekommen, die Ukrainer werden sich ihre Unabhängigkeit nicht nehmen lassen. „Die Gerechtigkeit ist auf unserer Seite“, sagte sie am Nachmittag auf der Kundgebung.

Der Widerstand der Ukrainer werde Millionen andere Menschen in der ganzen Welt inspirieren. Ausdrücklich dankte sie den Bürgern von Mainz, Rheinland-Pfalz (und auch Hessen) für die Unterstützung und Solidarität mit den Ukrainern.

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