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In Belarus halten die Proteste weiter an. Im ganzen Land gehen weiterhin zehntausende auf die Staße. In Minsk hat eine Trauerfeier Alexander Tarajkowski begonnen, der bei den Protesten ums Leben gekommen ist. Viele legten am Samstag in der Hauptstadt Blumen nieder und entzündeten Kerzen. Der Ort, an dem Tarajkowski zu Tode kam, gleicht einem Blumenmeer.

Die oppositionelle Präsidentschaftskandidatin und mutmaßliche Wahlsiegerin Svatlana Tikharnovsaya hat sich unterdessen in einer weiteren Videobotschaft aus Litauen an die Bevölkerung gewandt. Sie rief ihre Anhänger zu friedlichen Protesten an diesem Wochenende auf.

Lukaschenka: „Wir müssen Putin kontaktieren und mit ihm sprechen, denn nicht nur Weißrussland ist bedroht.“

Quelle: tut.by

Der amtierende Präsident Alexandr Lukaschenko hat angedeutet, wegen der anhaltenden Proteste den russischen Präsidenten Putin um Hilfe zu bitten.

Vor den Wahlen hatten belarussische Sicherheitskräfte 30 russische Söldner der „privaten“ Söldnergruppe „Wagner“ festgenommen und verdächtigt, in russischem Auftrag Unruhe im Land stiften zu wollen. Die Festgenommenen durften Medienberichten nach wieder nach Russland ausreisen. Ein Auslieferungsersuchen der Ukraine blieb unbeachtet.

Aus Kiew hieß es dazu, man betrachte das als einen „unfreundlichen Akt.“

Die Ukrainer hatten den Mitgliedern der Söldnergruppe Kriegsverbrechen im Konflikt in der Ostukraine und im Donbaz vorgeworfen und von Minsk ihre Auslieferung verlangt.

Unterdessen haben sich die EU-Außenminister auf Sanktionen gegen die belarussische Führung geeinigt. Die Sanktionen sollen sich nach Angaben von Diplomaten gegen Personen richten, die für die Gewalt gegen Demonstranten und für die Fälschung des Wahlergebnisses verantwortlich sind

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